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Reparaturstillstand im Warmwalzwerk

Im Warmwalzwerk von ArcelorMittal Bremen fand der diesjährige Reparaturstillstand statt, bei dem zahlreiche Instandsetzungsarbeiten durchgeführt wurden.

Das ganze Jahr über wurde auf den Reparaturstillstand hingearbeitet.

Gestartet wurde der Reparaturstillstand mit einer großen Sicherheitsveranstaltung.

In diesem Jahr wurde der Stillstand unter das Motto „Ich achte auf meinen Kollegen“ gestellt. Hierzu wurden große Plakate gedruckt, für die typische Situationen im Warmwalzwerk nachgestellt wurden.

Eine wesentliche Reparatur wurde am Gerüst V6 an der Vorstraße durchgeführt.

Auch am Hubbalkenofen fanden umfangreiche Reparaturen statt mit dem Ziel der Energieeinsparungen.

Auch in der Fertigstraße wurden Modernisierungen durchgeführt und das erste Gerüst der Neuanlage umgebaut.

Im Bereich Vorstraße wurde beim Walzgerüst V6 der komplette Ständer abgefräst.

Die Flächen im Walzgerüst sind im Laufe der Jahre durch die harten Anstiche und Röhrenstahlprogramme sehr stark verschlissen.

Durch das Fräsen werden wieder die engen Toleranzfelder von 0,2 bis 0,5 Millimeter erzielt, um eine hohe Walzqualität erzeugen zu können.

Das Walzgerüst V6 ist das letzte Vorstraßengerüst und ist Lieferant für die Fertigstraße. Durch diese Reparaturmaßnahme wird auch eine reibungslose Produktion im weiteren Verlauf sichergestellt.

Bei einer Routineüberprüfung des Hauptgetriebes vom Walzgerüst V1 wurde festgestellt, dass die Verzahnung an mehreren Stellen stark eingerissen war. Daher wurde kurzfristig entschieden, die große Getriebestufe zu wechseln.

Die kurzfristige Anforderung brachte eine besondere organisatorische und logistische Herausforderung mit sich. Die Kollegen haben dies hervorragend umgesetzt.

Die ausgebaute Getriebestufe wird für einen potentiellen späteren Bedarf zunächst eingelagert und steht somit weiterhin als Notreserve zur Verfügung.

Auch im Hubbalkenofen 3 fanden umfangreiche Reparatur- und Modernisierungsarbeiten statt.

Durch ein neues Tragrohrsystem können zukünftig 20 % Energien eingespart werden, die sonst auf das Kühlwasser übertragen werden würden.

Die Hubbalkenöfen 1 und 2 wurden bereits bei einer früheren Instandhaltung mit diesem System ausgestattet.

Auch die Regelung der Hauptantriebe der Fertigstraße wurde umfassend modernisiert.

Im Rahmen der Modernisierung wurde die Elektrik komplett erneuert.

Die bisherigen Geräte waren mehr als 40 Jahre alt, was zu Ersatzteilversorgungs- und Personalproblemen führte.

Um die Betriebssicherheit der Fertigstraße gewährleisten zu können, wurden diese notwendigen Maßnahmen in großem Umfang ergriffen.

Zukünftig sind aufgrund moderner Schalttechnik die Diagnosen einfacher festzustellen und Fehler können vermieden werden.

Im Rahmen von Unterweisungen wurden die Kollegen auf die neue Anlage umfassend vorbereitet.

Unter Arbeitssicherheitsaspekten kann die neue Anlage ebenfalls punkten. So wurde der Berührungsschutz erhöht und das Zu- und Abschalten auf den Stand der Technik gebracht.

Die alte Anlage ist noch parallel geschaltet. So kann notfalls wieder mit vergleichsweise geringem Aufwand auf das alte System als Reserve umgestellt werden.