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Die Kokerei in der Stahlproduktion

Beitrag: #327 Die Kokerei in der Stahlproduktion
Datum: 15.09.2011
Länge: 6:22 Minuten
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Seit Mitte 2011 gehört die Kokerei Prosper in Bottrop zu ArcelorMittal Bremen.

Mit 490 Mitarbeitern werden bei ArcelorMittal Bottrop fast 2 Mio. Tonnen Hochofenkoks im Jahr produziert.

Nach der Anlieferung und Entladung der Kohlen werden diese mittels Förderbänder zu Mischbetten aufgebaut. Der Wochenbedarf der Kokerei entspricht 55.000 Tonnen Kohle.

Die gemischte Kohle wird über Förderbänder von oben in die einzelnen Ofenbatterien gefüllt.

Ungefähr zwei Stunden vor dem Druckvorgang wird die Temperatur der einzelnen Batterien überprüft.

Mit dem Füllwagen auf der Ofendecke werden die leeren Batterien wieder mit neuer Kohle befüllt. In den Batterien wird die Kohle 24 Stunden lang zu Koks gebacken.

Der Koks wird mit einer Druckmaschine aus den Batterien in einen Wagen gedrückt und anschließend im Löschturm mit 90.000 Liter Wasser abgelöscht.

Der abgelöschte Koks bleibt zum Auskühlen auf dem Rampenfeld liegen und wird danach in eine Sieberei abgefördert. In der Sieberei wird der Koks klassifiziert und für den Kundentransport abgefüllt.

Beim Kokereiprozess fallen zahlreiche Sekundärprodukte an, die vor Ort direkt weiterverarbeitet werden. Aufgrund der Vielzahl der Teilanlagen spielt Teamarbeit bei der Nebengewinnung eine wichtige Rolle.

Nebenprodukte bei der Koksproduktion sind unter anderem Teer, Ammoniumsulfat oder Kokereigas.

Ammoniumsulfat ist ein wertvoller Einkomponenten-Dünger für die Agrarwirtschaft. Aus Pyrostyrol werden Plastikbecher hergestellt.

Die ArcelorMittal Bottrop GmbH ist die erste eigene deutsche Kokerei im Konzern. Für ArcelorMittal Bremen ist die Kokerei ein wichtiger Bestandteil im Stahlproduktionsprozess.